Entspanntes Werkeln mit Naturmaterial. Ade Aufbewahrungsproblem.

So schön die Entdeckungsreise zu den Wildkräutern und das Gestalten mit Naturmaterial ist, schnell stellt sich ein kleiner Wermutstropfen ein – das leidige Aufbewahrungsproblem. Bevor Zutaten, Verbrauchsmaterial und Werkzeuge überhandnehmen und du zum Sklaven all dessen mutierst, heißt es gegensteuern. Denn sonst wandelt sich die Lust daran in Frust um und Stress entsteht.

Durch meine Blogbeiträge zu den Kürbiskernen und ihrer Verwendungsmöglichkeit ist mir etwas schlagartig klar geworden.

„Huch – die Aufmunterung zum Sammeln könnte falsch verstanden und zu weiträumig ausgeweitet werden.“

Entspannung und Freude sollen im Vordergrund stehen. Stress und Frust durch ein Aufbewahrungsproblem dürfen ruhig vor der Tür bleiben.

Ein kurzer Seitenblick aufs Feng Shui für Wohnräume

Beim Feng Shui geht es um harmonischen Energiefluss in den Räumen. In Folge wirkt er sich auf die Bewohner positiv aus. Bevor man in die Details der im Feng Shui verwendeten Bereiche einsteigt, ist eines wichtig zu verstehen: Energie kann in vollgestopften Räumen nicht frei fließen. Sie stagniert oder stockt. Es nützt nichts die Zimmer- oder Schranktüre zu verschließen, wenn sich dahinter Chaos stapelt. Augen lassen sich optisch täuschen, Energien und dein Unterbewusstsein nicht.

Feng Shui beginnt beim Ausmisten, Ordnen und Säubern. Es gibt ein wunderbares Buch,  das ich jedem ans Herz lege. „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston. Ich lese selber immer wieder darin und nehme mich an der Nase.

Und Feng Shui beginnt weiter damit, sich klar zu werden was man wirklich selber vorrätig haben muss.

Ich habe anfangs viele Fehler gemacht und zu viel Platz verschwendet. Solche Fehler auszubügeln, kostet Zeit und Kraft. Besser ist, sie von vornherein zu vermeiden.

Getrocknete Kräuter und Blüten

Von Frühjahr bis in den späten Herbst hinein wachsen viele Kräuter, die du sammeln kannst. Manche wirst du frisch verarbeiten wollen, andere trocknen um sie später zu nutzen. Stell dir die Frage, wieviel von jedem Kraut du brauchst und ob du alle selber sammeln, trocknen und aufbewahren willst. Die Inhaltsstoffe sind flüchtig, nach einem Jahr sind die Kräuter und Blüten meist wertlos.

Hast du noch keine Idee für die Verwendung, dann lass sie in diesem Jahr stehen. Merke dir den Platz, wo sie vorkommen. Möchtest du sie später dennoch verwenden, kaufe sie in Kleinmengen in Apotheken, Drogerien oder Kräuterfachgeschäften. Es gibt auch online eine gute Auswahl an Kräuterfachgeschäften, die schnell und zuverlässig liefern. Die Versandkosten halten sich in Grenzen im Vergleich zu verschwendetem Wohnraumplatz.

Erst wenn sich dein Erzeugnis daraus als toll herausgestellt hat, sammle im Folgejahr selber und verarbeite sie im gleichen Jahr.

So eine Vorgehensweise reduziert drastisch den benötigten Platz. Gib dir die Erlaubnis zuzukaufen, wenn du das Kraut verwendest. „Just-in-time“ – wie große Herstellungsbetriebe.

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Samen und Kerne

Als Gärtner benötigst du ein paar Samen aus den Sorten, die du magst und die sich als passend für deinen Boden und deinen Gaumen herausgestellt haben. Viele Samen sind länger keimfähig. Hat eine Sorte gut gekeimt, musst du nicht unbedingt im nächsten Jahr wieder neue Samen nehmen. Du kannst es dir zur Gewohnheit machen, maximal 2 Jahrgänge an Samen vorrätig zu haben und eine beschränkte Sortenanzahl. Damit behältst du leichter den Überblick.

Alle anderen dürfen entweder Bestandteil einer Bastelarbeit sein oder entsorgt werden.

Samen und Kerne zum Basteln passen – einzeln in Säckchen oder kleinen Schachteln verpackt – gemeinsam in eine größere Schachtel oder Kiste. Die wiederum in einem Regal Platz findet und bei Bedarf herausgenommen und wieder zurück gestellt werden kann.

Ebenso kannst du Samen für die Aussaat einzeln in Papiertütchen geben und sie alle zusammen in einer Kiste aufbewahren, die in einen Schrank oder ein Regal passt.

Anderes Verbrauchsmaterial

Je nachdem, was du aus den Kräutern herstellen willst, benötigst du weitere Zutaten wie Öl, Essig, Zucker, Stoffe und die Flaschen zum Abfüllen. Bei Nahrungsmittel wie Öl oder Essig kommt man weniger schnell in Versuchung, sie langfristig auf Vorrat zu kaufen. Bei Behältnissen oder Kosmetikzutaten ist die Gefahr groß.

Die Fallen, in die ich anfangs getappt bin, waren:  „Großpackung mit günstigeren Preisen“, „brauche ich sicher irgendwann“, „bekomme ich nicht überall“, „verschiedene Größen an Flaschen brauch ich unbedingt“.

Wer will schon Zeug, das ewig rumsteht und Platz verschwendet. Darum mein Rat an dich für den Anfang:

  • Kleinstmengen in nur einer Größe
  • kaufen, wenn benötigt
  • Konzentration auf wenige Verarbeitungsmöglichkeiten, wo du gleiche Dosen oder Flaschen brauchst

Stellst du fest, das möchtest du weiter machen und ausbauen, kannst du wieder analog zu den Kräutern „just-in-time“ kaufen oder liefern lassen. Geschäftslagerräume sind eindeutig die bessere Wahl zum Aufbewahren als dein Wohnraum.

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Werkzeug

Werkzeug ist ein zu breiter Begriff, um ins Detail zu gehen. Darunter fällt alles, was nicht durch die Herstellung aufgebraucht und Teil deines Produkts wird. Es kommt darauf an, was du kreativ gestalten willst.

Viele Dinge werden in deinem Haushalt vorrätig sein. Lass dir nicht aufschwatzen, dass du bestimmte Werkzeuge unbedingt brauchst. Schau zuerst einmal, ob du einen Alternativweg mit vorhandenen Dingen finden kannst. Oder frage nach, wer von den Familie, den Bekannten oder Nachbarn so ein Werkzeug besitzt und ob du es dir für kurze Zeit ausborgen kannst.

Decke dich  erst selber dann damit ein, wenn du sicher bist, du wirst es oft und ständig verwenden.

Deiner Schaffenskraft steht nichts mehr im Wege, wenn der Energiefluss harmonisch ist. Zu große Mengen, Chaos oder Unordnung beim Werken mit Naturmaterial sind hinderlich. Erlaube dir in allen Bereichen zu reduzieren und dich auf das zu konzentrieren, was dir Spaß macht und dich fördert.

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

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