Hast du eine Referenzperson für deine Ernährungsumstellung?

Bei einer längerfristigen Ernährungsumstellung folgen nach ersten Hochs auch Tiefs und dazwischen Plateaus. Das geht so im Wechsel munter weiter. Damit die Tiefs und Plateaus nicht zu einem Hindernis werden und du alles hinwirfst, kannst du ein System von Referenzpersonen anlegen, die du im Falle des Falles als „Coach“ zu Rate ziehst.

Hürden auf dem Weg

Bist du schon dabei, deine Ernährung umzustellen, brauche ich dir von möglichen Hürden nichts zu erzählen. Sie werden deinen Weg bereits gekreuzt haben: Misslungene Gerichte, mangelnde Kochinspiration, fehlende Zeit, ein „Rückfall“ in frühere Gewohnheiten … all das kann versuchen, dich von deinem Vorhaben abzubringen.

Lass dich als Einsteiger bitte nicht entmutigen, wenn Verhaltensänderungen sich nicht so schnell manifestieren wie erhofft!

Orientiere dich an Referenzpersonen, die das spezielle Problem gelöst haben

Unter den Milliarden Menschen in der Geschichte der Menschheit gibt es mindestens eine Person, die dein konkretes Problem bereits bravurös gemeistert hat. Fast immer gibt es zahlreiche Menschen, die auf eigene Art eine Lösung gefunden haben. Internet-sei-Dank haben wir Zugriff auf alle möglichen Tipps, Kniffe und Lebensgeschichten. Sogar weltweit!

Zudem sind Probleme übertragbar. Wenn es als ums Durchhalten geht, findet man Lösungsansätze nicht nur, wenn‘s ums Essen geht, sondern das ist ein universelles Thema in ganz vielen Gebieten.

Vielleicht musst du gar nicht in die Ferne schweifen und kennst jemanden aus deiner unmittelbaren Nachbarschaft, der auf deinem Problemgebiet Lösungsprofi ist.

Wichtig dabei: Deine Referenzperson muss nicht einen von A bis Z vorbildlichen Lebenswandel und nur positive Eigenschaften haben. Es muss nicht mal jemand sein, der dir sympathisch ist! Du suchst Ideen für ein spezielles Problem, nur darum geht es. Schau wie durch ein Schlüsselloch auf einen ganz speziellen Punkt als Referenz.

Jetzt du! Wen wählst du?

Mach gleich mal Nägel mit Köpfen und such dir je eine Referenzperson für zwei Probleme, die dich aktuell am meisten bei der Ernährungsumstellung behindern.

Es ist übrigens völlig egal, ob du die Person persönlich kennst oder befragen kannst. Es reicht:

  • dass du anhand eines Berichts, Videos, o. Ä. eine direkte Quelle mit der Lösung oder hilfreichen Tipps dafür gefunden hast.
  • wenn die Referenzperson ein Vorbild ist, weil sie das Ziel, das du mit der Ernährungsumstellung verfolgst, bereits erreicht hat.
  • dich in sie hineinzuversetzen und dir selbst eine Antwort aus Sicht der Referenzperson zu geben.

 

Was ist dein größtes Problem und welche Referenzperson fällt dir dafür ein?

Mein größtes Problem ist: …………………………………………..

Diese Person hat es gelöst/inspiriert mich: ………………….

und zwar so / deswegen: ……………………………………………..

Meine Lösungsmöglichkeit: ………………………………………….

 

Dein zweitgrößtes Problem und wen kennst du, der es gelöst hat oder dich inspiriert zu einer Lösung?

Mein zweitgrößtes Problem ist: …………………………………..

Diese Person hat es gelöst/inspiriert mich: ………………….

und zwar so / deswegen: ……………………………………………..

Meine Lösungsmöglichkeit: ………………………………………….

Ich geb dir zu den 3 obigen Punkten je ein Beispiel, damit die Referenzpersonengschicht verständlicher wird

1. Bericht, Video oder andere Quelle mit hilfreichen Tipps oder einer Lösung gefunden

Mein Problem: Ich koch immer dasselbe, das ödet mich an

Diese Person inspiriert mich: Sarah Wiener (Unternehmerin, Fernsehköchin, Autorin)

und zwar deswegen: Kürzlich hab ich eine TV-Sendung mit ihr gesehen. Sie reist herum und kocht regionale Schmankerl nach.

Meine Lösungsmöglichkeit: Ich könnte mir das Kochbuch der „Golser Landfrauen“ hernehmen. Im Regal verstaubt es nur. Mal schauen, was die so kochen und ob ich davon etwas in mein Ernährungskonzept übertragen kann. Wenn ich so nachdenke, vielleicht find ich in der marokkanischen Küche auch was. Im Urlaub hat mir das sehr geschmeckt.

2. Die Referenzperson hat das schon erreicht, was ich erreichen will

Mein Problem: Ich verlier so schnell die Motivation, weil das Abnehmen so langsam geht, kein Ende ist in Sicht.

Diese Person hat das Problem gelöst: Bettina Meiselbach (hat 60 Kilo abgenommen)

und zwar so: Sie hat nicht aufgegeben nach der für sie plötzlichen und dramatischen Diagnose Diabetes-Typ-2 . Stattdessen hat sie sich reingekniet in Literatur, hat Ernährungskonzepte erforscht, aus vielen Quellen ihr eigenes entwickelt und ist konsequent drangeblieben. Ganz nebenbei hat sie eine unglaubliche Anzahl an Kilos verloren! Ihre Erfahrungen hat sie in Buchform verarbeitet. Ein sehr spannendes Buch. Ihr Hauptmotiv war nicht das Abnehmen an sich, sondern die Gesundung.

Meine Lösungsmöglichkeit: Bei einem Motivationstief könnte ich im Buch von Bettina Meiselbach nachlesen. Ich könnte auch den Begriff „Motivation“ googeln. Bei ungefähr 449.000.000 Ergebnissen ist sicher eine Anregung für mich dabei.  Unterstützend könnte ich Tagebuch führen. Die positiven Ereignisse dokumentieren, die gelungenen Gerichte mit Rezepten, die negativen Gefühle und Gedanken bekommen hier auch Platz. Frust ade – raus aus dem Kopf, das Papier hält ihn aus. Hey – vielleicht entsteht so mein höchstpersönliches Abnehmbuch! Kenne ich mein Hauptmotiv zum Abnehmen und ist das passend für mich? Vielleicht verschwindet die Motivation ja öfters, weil der Grund für mein Ziel nicht richtig ist.

3. Ich versetz mich in die Lage der Referenzperson und geb mir aus ihrer Sicht eine Antwort

Mein Problem: „Frühstücken erscheint mir wie Zeitverschwendung, ich hab doch keinen Hunger.“

Diese Person inspiriert mich: Sean D’Souza (Marketingspezialist und Cartoonist aus Neuseeland)

und zwar deswegen: In seinem Tagesablauf hat er für ihn wichtige Fixpunkte, die andere als Zeitverschwendung halten würden.

Das würde er mir raten (ein fiktives Gespräch): „Was Zeitverschwendung ist und was nicht definierst immer noch du. Sieh es einmal anders. Es dient der Erreichung deiner Ziele. Kann etwas, das deiner Zielerreichung dient, Zeitverschwendung sein? Außerdem kann niemand den ganzen Tag über hoch konzentriert arbeiten. Kleine Pausen zwischendurch erfrischen den Geist. Sie das Zubereiten des Frühstücks als Frischekur für deine Gehirnzellen, das Frühstücken selbst als Energie für den Tag. So wie ich mir bei täglichen Spaziergängen frische Energie hole und mir im Jahr 3 Monate Freizeit gönne.“

 

Anhand der Beispiele siehst du, dass die Antwort ruhig ausführlicher sein soll. Gib dich nicht mit knappen ersten Antworten zufrieden. Im Schreiben kommen die nächsten Gedanken. Halte sie alle fest. Nicht jede ist DIE beste Lösung für dich. Eine ist sicher dabei.

Es macht auch Spaß, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen. Probier’s aus!

 

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

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