Im Rhythmus der Natur die Gewohnheiten auf Herz und Nieren prüfen – Teil 1

Miss Marple und Hercule Poirot, die Krimifiguren von Agatha Christie, haben etwas gemeinsam: einen messerscharfen Verstand. Er hilft ihnen, gewiefte Verbrecher zu überführen. In den Romanen sind sie traditionell arbeitenden Polizisten überlegen.

„Messerscharf“ und die „kleinen grauen Zellen“ beschreibt sehr gut das Wesen von der Wandlungsphase Metall aus der 5-Elemente Lehre. Werfen wir einen Blick darauf, wie dir die Wandlungsphase Metall helfen kann, brauchbaren und unbrauchbaren Gewohnheiten auf die Spur zu kommen.

Wandlungsphase Metall

Die Wandlungsphasen der 5-Elemente Lehre sind wie Jahreszeiten zu sehen. Die Wandlungsphase Metall geht von ca. Mitte August bis ca. Ende Oktober und entspricht unserem Herbst.

Im Stil von Miss Marple oder Hercule Poirot kannst du diese Zeit nutzen, um analytisch-logisch nachzuforschen, was passt und was nicht mehr zu dir passt um es in späterer Folge loszulassen. Das trifft auf Gegenstände zu, auf zwischenmenschliche Kontakte, aber auch auf Gewohnheiten. Um sie geht es heute, sie stehen viel zu selten am Prüfstand.

Welche Gewohnheiten?

Es geht um die Alltagsgewohnheiten mit dem wichtigen Kriterium: du kannst selber über sie bestimmen. Sie können aus unterschiedlichen Bereichen stammen. Kochen, Essen und Trinken, Bewegung, Gärtnern, Haushalt, Lesen, Weiterbildung, Einkauf, Freizeitgestaltung, …

Medizinisch indizierte oder aus sonstigem Grund notwendige Gewohnheiten sind hier nicht Gegenstand.

Schritt 1: Inventur der Gewohnheiten

Starte mit einer Inventur deiner Gewohnheiten. Werte nicht, sondern liste neutral auf, was dir unterkommt.  Die Reihenfolge ist egal und es macht auch nichts, wenn du deine Gewohnheiten nicht vollständig enttarnst. Es kommen genug zusammen, mit denen du im nächsten Schritt in deine Analyse starten kannst.

Ein Schild „wegen Inventur geschlossen“ brauchst du nicht. Nimm dir ruhig ein paar Tage Zeit dafür.

Versetz dich in die Lage eines unabhängigen Beobachters. Was würde Hercule Poirot aufschreiben, was Miss Marple. Oder magst du Sherlock Holmes lieber, welche Gewohnheiten würde er in deinem Tagesablauf entdecken?

Requisiten können dich an dein Vorhaben erinnern. Platziere Bilder oder Dinge an Stellen, an denen du täglich vorbeikommst. Ich hänge mir gern ein Bild von Miss Marple an den Kühlschrank und innen an die WC-Türe. Das erinnert mich täglich an meinen detektivischen Wunsch.

Diese Kategorien können dir helfen:

  • Unbewusst automatisiert: Das Beispiel vom Zähneputzen kennst du. Es gibt noch viele andere, die über die Jahre automatisiert wurden. Vielleicht drehst du unbewusst die Kaffeemaschine auf nach dem Aufstehen oder stellst das Radio an.
  • Eins ist mit dem anderen verbunden: Beispiele könnten sein der Griff zum Smartphone während des Mittagessens, Social Media Einträge checken neben dem Fernsehen
  • Tätigkeiten in einer bestimmten Reihenfolge: wie läuft dein Wohnungsputz ab, wie strukturierst du deinen Arbeitstag, wie einen freien Tag. Achte immer nur auf Abläufe in deinem eigenen Einflussbereich.

Schritt 2: Unterteilung der Gewohnheiten

Nach ein paar Tagen hast du eine unsortierte und neutrale Liste vor dir liegen. Die Analyse kann starten.

Nimm ein jungfräuliches Blatt Papier und unterteile es in 3 Spalten.

Spalte 1: sie passen zu mir

Hierhin kommen die Gewohnheiten, mit denen du rundum zufrieden bist. Sie unterstützen dich und helfen dir bei deinen Zielen und Träumen.

Spalte 2: sie sollten auf Kur

Mit diesen Gewohnheiten bist du nicht hundertprozentig zufrieden. Schlecht sind sie aber auch nicht, eine Frischzellenkur würde ihnen gut tun.

Spalte 3: Ablaufdatum überschritten

Hierhin kommen die Gewohnheiten, die dir nicht mehr dienen. Sie hatten einen Grund – damals als du sie begonnen hast. Jetzt sind sie eher hinderlich. Insgeheim möchtest du ablegen oder durch andere ersetzen.

Schritt 3: Änderungsplan

Bevor es ans Ändern geht, schau auf die Liste zu dir passenden Gewohnheiten. Lies sie langsam und laut. Sie sind beeindruckend!

Du und sie verdienen, gewürdigt und gefeiert zu werden. Wann hast du dich zuletzt bei dir selbst dafür bedankt und dir auf die Schulter geklopft?  Lass dir etwas einfallen, um dir und deinen guten Gewohnheiten die zustehende Wertschätzung zu gewähren.

Geh in deiner Analyse erst den nächsten Schritt, wenn du diesen Punkt erledigt hast.

Hast du ordentlich gefeiert? Hast du sie gebührend gewürdigt? Nicht schummeln. Das ist ein wichtiger Punkt.

 

 

 

 

Weiter geht’s

Spalte 2 und 3 brauchen einen genaueren Blick. Unter ihnen sind schnell lösbare und solche, die mehr Zeit brauchen. Dann gibt es noch die wichtigen und die dringenden. Eine Kombination von allem ist möglich. Wie am besten vorgehen ohne sich zu verzetteln und in Stress geraten?

Sind sie schnell von heute auf morgen lösbar, dann mach es gleich und schaff dir Erinnerungshilfen.

Ein Beispiel ist mir beim Schreiben von diesem Artikel untergekommen. Wer seine Wohnung mit Katzen teilt, wird das nur allzu gut verstehen. Mein Kater wollte Aufmerksamkeit, just als ich im Schreiben war. Wie unpassend für mich. Da schreib ich über Gewohnheiten und verfalle selbst in eine üble, als er über die Tastatur läuft und sich scheinbar provozierend vor dem Bildschirm platziert – ich schimpfe. Das bringt gar nichts. Weder ihm noch mir. Ein schnell lösbares Problem. Entweder hat er Hunger oder er will spielen. Ich habe mir ein paar Minuten Auszeit vom Schreiben gegönnt und mit ihm gespielt. Bald war Herr Seniorenkater zufrieden und hat sich auf seinen Schlafplatz zurückgezogen. Mir hat die kleine Auszeit auch gut getan. Damit ich mich auch zukünftig daran erinnere, habe ich mir eins der Spielzeuge auf dem Schreibtisch platziert.

Und all die anderen, nicht von heute auf morgen änderbaren?

Ja, davon habe ich auch genug, du bist nicht alleine!

Nutze die Energie der Wandlungsphase Metall:

Welche 3-6 Gewohnheiten möchtest du innerhalb eines Jahres ändern oder ablegen? Nicht mehr als 3-6. Schreib sie auf ein neues Blatt Papier. Auch wenn du heute noch nicht den richtigen Weg kennst oder an der Erreichbarkeit zweifelst. Lass sie wirken und vertraue auf den Rhythmus und die Energien der kommenden Wandlungsphasen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. In den nächsten Teilen dieser Serie knüpfe ich immer wieder an und gebe dir ein paar Überlegungen mit auf deine Reise zu neuen oder adaptierten Gewohnheiten.

Ein Tipp für die, die es nicht erwarten können

Suche dir 1-2 aus deiner Veränderungsliste aus.  Überlege dir, was du täglich machen kannst, um die Gewohnheit zu verändern. Einen winzig kleinen Schritt. Einen, den du täglich erreichen kannst. Verpflichte dich selbst und sogar vielleicht anderen gegenüber, für die kommenden X Tage oder Wochen, täglich diese Kleinigkeit zu machen.

Auf meiner Sofortliste steht 4 Wochen lang ein gefüllter Wasserkrug mit 1,5 Litern Fassungsvermögen. Der Krug verhilft mir zu einem besseren Überblick. Ist er leer, fülle ich ihn wieder auf. Am Abend trage ich die viel besser messbare Trinkmenge in meinem Protokoll der Gewohnheiten ein.

Im ersten Durchgang der Erforschung der Gewohnheiten reichen diese ersten Schritte. Die Blätter der Bäume zersetzen sich auch nicht in Windeseile. Viele Monate vergehen bevor sie zu wertvollem Kompost verwandelt sind. Davor schützen sie den Boden im Winter.

Gönne dir die Zeit und den Schutz – ähnlich der Natur. Gleiche dich ihrem Rhythmus an.

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

2 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Liebe Sylvia, ich mag deine erfrischend ehrliche Art zu schreiben mit dem notwendigen Maß an Humor und inhaltlicher Qualität.
    Weiter so! ;-)

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