Motivation für einen täglichen Spaziergang – Natur entdecken und fotografisch festhalten

Manchmal ist es gar nicht so einfach ein „gesundes“ Vorhaben wie einen täglichen Spaziergang in die Tat umzusetzen. Der innere Schweinehund schlägt gnadenlos zu.

Ich habe mir schon lange einen täglichen Spaziergang von 30 Minuten vorgenommen. Holprig, holprig hat die Umsetzung begonnen. Einen „einleuchtenden Sinn“ sollte der Spaziergang haben. Der langfristige Gesundheitsfaktor, den tägliches Spazierengehen haben soll, ist ja nicht in der Sekunde ersichtlich.

Auf der Suche nach „sinnvollen Gründen“ bin ich zuerst auf eine praktische Idee gekommen:  „Ich könnte ja gleichzeitig Altstoffe bei der Werkstoffinsel entsorgen.“  Der Motivationsfaktor war extrem gering. Auf Dauer nicht zu halten.

Deutlich höher, beständiger und abwechslungsreicher war der Motivationsfaktor bei der Idee eines „Spaziergangsfotobuches“.

Möglichkeiten für einen Spaziergang mit Naturerleben gibt es überall

Egal ob in Stadt oder auf dem Land, Wildpflanzen sprießen aus jeder noch so kleinsten Ritze. Bevölkert von Tieren, die sich an ihrem Nektar laben, benetzt mit Wassertropfen vom Regen oder Morgentau, Licht- und Schattenspiele ihrer Blüten – sie bieten unzählige Fotomotive. Wer kennt schon all die Wildpflanzen und Wildfrüchte, die direkt in der Nachbarschaft gedeihen. Selbst für Pflanzenexperten ergeben sich immer wieder neue Motive. Natur ist nicht planbar, sie verzaubert durch die Einzigartigkeit des Moments.

Genau solche Momente mit der Kamera einzufangen ist ein guter Grund für Spaziergänge. Was für eine Motivation, am Ende des Jahres ein eigenes Fotobuch mit den schönsten Bildern in Händen halten zu können! Versehen mit Worten, die Motivation für das kommende Jahr liefern.

Beim gemütlichen Spaziergang hat der Perfektionist Pause

Halt – Stopp – hör ich da Stimmen?

„30 Minuten Gehen macht nur Sinn, wenn keine Unterbrechung im Bewegungsfluss da ist.“

„Fotos brauchen das richtige Licht und die richtige Ausrüstung, damit sie wirklich gut werden.“

„Ich habe kein Zeit“, oder „das Wetter ist schlecht“.

Ok, der Reihe nach, eins nach dem anderen.

Ununterbrochene Bewegung:

Es leuchtet ein, dass Bewegung mehr der Kondition und dem Wohlbefinden dient, wird sie nicht durch Pausen unterbrochen. 20 Minuten lautet eine mir bekannte Regel. Gratulation und meine Hochachtung, wenn du das bereits als Routine verankert hast!

Hast du es vor, aber noch nicht konsequent in die Tat umgesetzt, bist du einen Schritt weiter – auch wenn du Pausen zum Fotografieren einlegst. Es ist besser mit Unterbrechungen zu gehen, als gar nicht.

So oder so, du entscheidest darüber, wann du stehenbleibst für ein Foto. Gehst du täglich die gleiche Strecke, kannst du mal da, mal dort eine kurze Pause machen für die Fotos. Oder du gehst den gleichen Weg zurück statt einer Runde. Auf dem Hinweg überlegst du, wo du auf dem Rückweg Fotos machen willst. So kannst du auch mit Unterbrechungen auf eine längere Aktivitätsphase kommen.

Noch ein Wort zum Gehen. Gehe so langsam (oder schnell), dass du nebenbei gut noch sprechen kannst. Bei diesem Tempo hast du besten Chancen, die Naturwunder vor, rechts und links von dir zu bemerken.

„Fotoprofi bin ich nicht“:

Du musst weder Fotoprofi sein noch die perfekte Ausrüstung besitzen. Heutzutage kann jeder mit einem Mobiltelefon (oder Smartphone) tolle Fotos zu machen. Alternativ kannst du eine handliche Digitalkamera mit Zoommöglichkeit für deine Fotos verwenden, auch Standard bei den Kameras.

Deine Fotos müssen nicht den ersten Platz bei einem Wettbewerb gewinnen. Stimmungsvolle Fotos sind immer möglich. Alle Bilder in diesem Beitrag sind bei trübem Wetter aufgenommen. Nicht grad optimale Bedingungen und doch mag ich die Bilder. Sie erzählen genau die Geschichte des Tages an dem sie entstanden sind.

Im Laufe des Jahres bekommst du eine große Menge an Fotos zusammen und kannst die gelungensten aussuchen für dein Spaziergangsfotobuch.

Klar hilft ein Basisfotowissen. Fehlt es dir,  ist das kein Ausschlussgrund. Mache deine Fehler beim Fotografieren und lerne daraus. Bei regelmäßigen Steifzügen durch die Natur hast du immer wieder Gelegenheit, ein misslungenes Foto zu verbessern.  Vielleicht magst du dann ja auch mal einen Fotokurs besuchen um Tricks zu lernen, Voraussetzung ist das nicht.

„Ich habe keine Zeit“:

Mit dem „Keine-Zeit-Argument“ ködert dich der innere Schweinehund am häufigsten. Überliste ihn mit einem Spaziergang von 5 Minuten. 5 Minuten findest du ganz sicher in deinem Tagesablauf. Steigere langsam immer um 5 Minuten bis du bei deiner gewünschten Dauer für einen Spaziergang angekommen bist.

„Schlechtes Wetter“:

Stimmt! Nicht jeder Tag eignet sich für einen Spaziergang. Du brauchst „täglich“ nicht wörtlich zu nehmen, wenn ein Unwetter drohend über deinem Gebiet hängt. Ändere ab in „an unwetterfreien Tagen“. Alle Tage mit „normalem“ Wetter von Regen bis Sonnenschein verlangen eine wetterangepasste Kleidung, entsprechendes Schuhwerk und eventuell Sonnenschutz.

Notwendige Utensilien für deinen Fotospaziergang

Du brauchst nicht viel zusätzlich zu dem, was du sonst immer mit dir herumträgst. Neben Kleidung und Schuhen benötigst du eine Möglichkeit zum Fotografieren. Bei Hitze ist es gut, Wasser zum Trinken mit zu haben. Ich empfehle dir dazu noch ein kleines Heft und einen Stift für kurze Notizen und Gedankenblitze. Eine Plastiktüte oder ein ähnliches, wasserfestes Behältnis ist günstig als Schutz für Handy oder Kamera bei plötzlich aufkommendem Regen. Du kannst es auch für Fundstücke benutzen, die du gerne mit nach Hause nimmst als Erinnerung. Ein lustiger Stein, eine herumliegende Vogelfeder,…

Speichern und Verarbeiten der Fotos

Lege dir einen eigenen Ordner an, wo du diese Fotos speicherst. So findest du sie später schneller, wenn du dein Spaziergangsfotobuch gestaltest. Entscheide, ob du deine Fotos digital nachbearbeiten möchtest. Für mich stellt sich die Frage nicht. Ich möchte sie so unverfälscht sehen, wie sie entstanden sind. Natur pur, auch bei den Fotos. Digitale Nachbearbeitung kostet Zeit, die anderweitig besser verwendbar ist.

Für das Fotobuch selbst kannst du aus vielen Anbietern wählen. Kurz vor Weihnachten ist ein guter Zeitpunkt, es zu  gestalten. Meist gibt es um diese Zeit kostengünstige Angebote. Hast du dein Spaziergangsfotobuch gedruckt und gebunden erhalten, kannst du die Spannung noch vergrößern. Widerstehe der Versuchung, gleich einen Blick reinzumachen, verpacke es hübsch und schenke es dir selbst zu Weihnachten.

Mach mit beim „Spaziergangsfotobuch“, ich würde mich freuen!

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

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