Ödes Mähen! Warum ich mich für kleine Häppchen entschieden habe

Beim Mähen von Rasen oder Wiese verrennt die Zeit wie im Flug. Runde um Runde kommt man an allen anderen Gartenteilen vorbei. Der Blick schweift herum. „Da sollte ich dringend was tun, dort auch! Oh du meine Güte, nimmt das öde Rasenmähen denn kein Ende? Was anderes wär jetzt wirklich wichtiger.“

Schnell mutiert das Mähen zu einer unliebsamen Aufgabe und zu gefühlter Zeitverschwendung, die einen nur von anderen Dingen abhält. Auch ich stand vor diesem Problem und habe eine wunderbare Lösung gefunden.

Ich mähe in Häppchen – maximal die Hälfte in einem Durchgang

Zwei Varianten habe ich ausprobiert und wähle mal die eine, mal die andere.

Variante 1: Die Zeitspanne. Für mich lohnt es sich ab 10-15 Minuten, den Rasenmäher auszupacken. In 10 Minuten schafft man ganz schönes Stück!

Variante 2: Der Flächenanteil. Da leg ich vorher genau fest, wieviel ich mähen will. Die Hälfte ist das Maximum, manchmal ist es nur ein Drittel.

Beim nächsten Durchgang mähe ich einen anderen Teil.

Der Vorteil beider Varianten: Auch kleinere Zeitfenster können optimal genutzt werden. Die Aufmerksamkeit bleibt besser beim Mähen und schweift weniger umher.

Abgesehen von diesem Riesenvorteil bringt die Häppchenmethode weitere Pluspunkte.

Der Gewinn aus Häppchenmähen

 

  • Das Mähgut ist geringer:

Die Grasschnittmengen halten sich in Grenzen.

 

In der Biotonne finden sie leichter Platz. Normalerweise werden Biotonnen von Frühjahr bis Herbst regelmäßig durch die Müllabfuhr entleert. So ist schnell wieder Platz für die nächste Ladung.

 

Auf dem Kompost sind kleinere Mengen Grasschnitt günstiger. Obwohl Grasschnitt schnell verrottet, kann er – in zu dicken Schichten – dem Kompost schaden, statt ihn zu versorgen.

 

  • Die Tierwelt jubiliert:

Die Tiere finden auf zwei Arten bessere Überlebensbedingungen. Sie werden ihrer Versteckmöglichkeiten nicht beraubt und finden einen reich gedeckten Nahrungstisch auf den ungemähten Flächen. Denn bald wird aus Rasen eine Wiese mit kleinwüchsigen Wildkräutern, die mit Blüten und Samen ein wichtiges Nahrungsangebot sind.

 

  • Bestäuber für Kulturpflanzen finden sich ein:

Wildbienen zählen zu gefährdeten Arten. Dabei sind sie so wichtig für die Kulturpflanzen der Menschen! Nicht alle Pflanzen werden durch Wind bestäubt, viele sind auf die Tiere angewiesen. Mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie – mit dem Häppchenmähen gelingt’s.

 

  • Zeitgewinn für andere Gartenarbeit:

Die vorhandene Zeit kann besser zwischen verschiedenen Gartenarbeiten aufgeteilt werden. Vor oder nach dem Mähen kurz da mal zwischen den Gemüsepflanzen harken, säen, pflanzen, gießen, … Im Garten gibt es immer was zu tun.

 

  • Kreativität ausleben:

Warum nicht mal ruhig „unwirtschaftlich“ arbeiten und statt reihenweise einfach mal kreativ chaotisch mähen? So ein Muster in den Rasen gemäht macht Spaß und schaut von vielen Blickwinkeln interessant aus.

 

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

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