Private Naturerleben-Ziele gekonnt umsetzen

Der eine oder andere von euch wird das schon erlebt haben. Du wolltest dich und Freunde mit selbstgemachtem Pesto aus Bärlauch verwöhnen und hast die Bärlauchzeit übersehen. Zu Weihnachten sollten gute Freunde ein Kräutersalz geschenkt bekommen – wenn du Kräuter gesammelt hättest. Seit Jahren willst du die Gartenschau besuchen und wieder ist daraus nichts geworden. In der dunklen Jahreszeit braut sich alles wie ein finsteres Gewitter über dir zusammen. Immer mehr und mehr taucht vor deinem geistigen Auge auf, was du nicht erreicht hast. Ein schlechtes Gefühl stellt sich ein. Dabei hast du sicher sehr viel gemacht das ganze Jahr über. Nur – kannst du dich daran erinnern und war es deinen Wünschen und Träumen entsprechend?

Ziele setzen

Da kommen Ziele ins Spiel. Hui – Ziele! „Nicht schon wieder Ziele“  denkst du vielleicht. „Ich mag mich privat nicht auch noch mit Zielen stressen, ich habe schon genug um die Ohren.“

Was, wenn es keine Ziele, sondern eine Ideensammlung wäre? Für mich fühlt sich dieses Wort gleich viel freundlicher an.

Ideensammlung aufbauen

Wichtig ist, die Ideensammlung darf nicht nur im Kopf bestehen. Raus aus dem Kopf, dann hast du die Gedanken wieder frei und vergisst trotzdem deine Ziele – ähm Ideen – nicht.

Nimm dir an einem freien Tag ein paar Stunden Zeit nur für dich und deine Wünsche. Stift und ein Blatt Papier sind schnell zur Hand und jetzt träumst du vor dich hin. Alles was dir einfällt, was du im Bereich „Naturerleben“ schon lange machen wolltest, schreibe es kunterbunt und unsortiert auf das Blatt Papier.

Notiere nur etwas, das du selbstbestimmt machen kannst. Verlasse dich nicht darauf, dass der Partner, die Kinder oder Freunde mitziehen!

Jahreszeiten den Ideen zuordnen

Als nächstes kannst du deinem Ideenkunterbunt Jahreszeiten zuordnen. Frühling, Sommer, Herbst und Winter drängen sich förmlich auf. Denke auch an eine Kategorie, die unabhängig von Jahreszeiten ist. Eine Gartenschau zum Beispiel hat ist mehrere Monate geöffnet, eine Wanderung kannst du fast ganzjährig machen, während manche Kräuter nur in bestimmten Monaten erntereif sind.

Willst du es noch genauer, kannst du sogar einzelne Monate den Ideen zuordnen.

Das Ergebnis ist eine Ideensammlung nach Abschnitten im Jahr, die du pro Idee auf einem neuen Blatt Papier notierst. Ergänze mit ausgeschnittenen bunten Bildern aus Zeitschriften, Zeichnungen, ansprechenden Worten. Öffnungszeiten, Terminen,  Telefonnummern, Zugverbindungen, was dir einfällt. Je nach Art deiner Idee, du kannst vielfältige Informationen ergänzen. Deine Ideen erwachen sogar schon auf dem Papier zu Leben.

Such dir ein für dich passendes Ordnungssystem und sortiere die Blätter ein. Ein Ordner mit Klarsichthüllen, eine Ablagemappe nach Monaten, du hast die Wahl.

Beschäftigung mit den Ideen während des Jahres

Einmal im Monat setzt du dir in deinem Kalender eine Terminerinnerung und schaufelst dir ein paar entspannte Minuten oder mehr frei  für deine Ideensammlung. Nimm sie zur Hand, schwelge darin,  stell fest, ob du etwas davon in den kommenden Tagen und Wochen umsetzen möchtest. Alle Ideen mit einem „nein, uninteressant“ streichst du durch. Solche mit einem „vielleicht spätert“ kommen wieder in den Ordner. Allen mit einem klaren „ja, genau das will ich jetzt angehen“ gibst du auf Zeit ein neues Zuhause.

Hänge dein Ideenblatt an einer Stelle in den Wohnräumen auf, wo du täglich öfters vorbeikommst. Das kann die Kühlschranktüre sein, die Innenseite der WC-Türe, der Badezimmerspiegel oder ein Küchenkasterl. Aus meiner Erfahrung weiß ich, die Wahrscheinlichkeit der Realisierung steigt, je öfter man die Idee sieht. Sie prägt sich im Gedächtnis ein und manchmal kommen einem „Zufälle“ zur Hilfe. Schön langsam formt sich deine Idee, die Umsetzung rückt nahe.

Die Umsetzung

Die Umsetzung ist so vielschichtig wie die Art deiner Idee. Vertraue darauf und du wirst die richtigen Schritte unternehmen.

Hilfreich ist, dir einen Zeitrahmen zu setzen und dir Information einzuholen, wo du noch welche benötigst  Die Wettervorherschau der kommenden Tage für eine geplante Wanderung, der beste Erntezeitpunkt für ein Wildkraut und wo kommt es vor, Öffnungszeiten, Termine, musst du vorher noch etwas besorgen, welche Kleidung brauchst du und was willst du mitnehmen… Ergänze auf dem Ideenblatt, was wichtig ist und noch fehlt.

Kommt der Tag der geplanten Umsetzung, lass dich nicht durch Nebensächlichkeiten abhalten. Gut, ein Regenguss ist für eine geplante Kräuterernte ein Hindernisgrund, aber meist sind die Hindernisse anderer Art.

Dokumentation der umgesetzten Ideen

Umgesetzte Ideen gehören gebührend gefeiert! Klopfe dir auf die Schulter und sag dir laut selbst: „Das habe ich gut gemacht!“. Ein Beweisstück verdeutlicht deine Leistung zusätzlich. Ein Foto von dir in der Situation oder vom Ergebnis, eine Eintrittskarte, eine Teilnahmebestätigung,… Klebe sie auf den Ideenzettel und sortiere ihn neu ein in deinem Ordnungssystem unter einer Rubrik „geschafft“.

Die geschafften Ziele (Ideen) darfst du gerne auch monatlich durchschauen, das gibt ein gutes Gefühl.

 

Nächstes Jahr tauchen sicher keine dunklen Gewitterwolken mehr in deinem Kopf auf. Du kannst in deiner Beweissammlung schmökern und frische Ideen für die kommende Periode träumen.

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

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