Vor Saisonstart: Mach eine Keimprobe deiner Gemüsesamen

Meine lieben Leser und Leserinnen, ihr Hobbygärtner im Garten, Balkon und auf Terrasse: Macht bitte jetzt, vor Start der Saison, einen Keimtest mit euren noch vorrätigen Samen!

Kein grüner Daumen, falsche Mondphase oder was?

Ich sehe förmlich die verzogenen Gesichter vor mir. „Ach, brauche ich nicht, das sehe ich dann eh, ob etwas aufgeht oder nicht …“. Ja, stimmt, aber was, wenn nicht alles aufgeht? Frust ist vorprogrammiert und man hört in den Gemüsegärten, woran es denn so liegt: „Ich habe keinen grünen Daumen!“, „Bei mir wollen die Tomaten heuer aber nicht!“, „Bestimmt hab ich was falsch gemacht!“

Nein, es liegt weder am Mond, noch daran, dass du keinen grünen Daumen hast. Es liegt ganz einfach nur daran, dass Samen nur bedingt lange keimfähig sind. Je nach Sorte unterschiedlich lange. Wer hat schon ein Buch zu Hause, wo drinnen steht, wie lange die Keimfähigkeit bei Roter Bete, grünen Bohnen, Paprika und Co ist? Und selbst wenn, hält sich der Samen an die Angaben im Buch?

Keimfähigkeitsangabe der Samen

Auf der Samentüte finden sich erste Hinweise. „Abgefüllt für Saison …..“ steht meist oben. Viele Samen sind aber länger keimfähig und aus Erfahrung weiß ich, man entsorgt die alte Samentüte mit noch vielen Samen nicht, nur weil die Saison vorbei ist. Zumindest ich mache das nicht.

Wie lange die Keimfähigkeit ist, findet man leider auf den meisten Samenpackungen nicht.

Abhilfe schafft einzig und alleine der Keimtest. Der ist weder schwierig noch zeitaufwendig.

Keimprobe

Zugegeben, die Keimprobe macht nicht überall Sinn. Wenn nur wenige Samen in der Packung sind, dann bitte die nicht für eine Keimprobe verschwenden. Ich denke an Kürbis, Zucchini und Gurken, da sind meist wenige in der Packung. Daher besser zur Aussaatzeit einfach ein paar mehr ansäen. Gehen alle auf, dann die stärksten Pflanzen auswählen und die anderen entweder verschenken oder entsorgen.

Bei winzigen Samen, wo Hunderte davon in der Packung sind, oder bei größeren in mehr als ausreichender Anzahl, empfehle ich, 10 oder maximal 20 Samen willkürlich aus der Tüte auszuwählen.

Jetzt einfach einen Blumentopfuntersetzer, eine Keimschale für Kresse oder einen Teller zur Hand nehmen und ein, zwei Blätter Küchenrolle drauflegen. Dann mit Wasser besprühen. Durch und durch feucht soll die Küchenrolle sein, aber nicht im Wasser schwimmen. Die Samen drauf und nochmal mit Wasser besprühen. Eine Sprühflasche ist praktisch, weil die das Wasser schön drüberstäubt. Nun täglich besprühen und feucht halten. Nach ein paar Tagen sieht man schon das Ergebnis. Wie viele von den Samen keimen, wie viele nicht.

Ergebnis auswerten

Sind deine Probesamen fast alle gekeimt, wunderbar, nichts steht der Aussaat im Wege!

Bei weniger als der Hälfte gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die doppelte Anzahl als gewünscht im Garten/Topf ansäen oder eine frische Samentüte besorgen. Das kommt auf den vorhandenen Platz an, der dir zur Verfügung steht. Hast du beschränkt Platz, dann erspar dir Frust und besorge dir rechtzeitig neue Samen für die aktuelle Saison.

Vorausdenken statt Frust ernten

Ich habe Lehrgeld gezahlt, weil ich dachte, ich brauche das nicht. So viel Arbeit umsonst, weil nichts aufgegangen ist! Andererseits von vornherein die nicht aufgebrauchten Samen wegschmeißen, das ist auch nicht in meinem Sinn gewesen. Darum gebe ich nun allen Samen eine Chance und prüfe sie vor Saisonstart auf Keimfähigkeit. Die meisten sind gnädig und halten viel länger als gedacht, vorausgesetzt, sie werden dunkel und trocken gelagert.

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

 

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