Wir Frühlingsblüher peppen jede Mahlzeit auf!

Lieber Hobbykoch!

Wir, das sind Gundermann, Gänseblümchen, Löwenzahn, Bärlauchblüte und zuletzt ich – das Veilchen – wünschen uns von Herzen: Bitte verwende uns! Lass uns nicht so einsam und verlassen am Wald- und Wiesenrand stehen. Wir geben unser Bestes, die trüben Wintertage zu vertreiben und locken mit Farben, Form und Geruch. Die Bienen wissen uns zu schätzen, wir wollen aber auch bei dir Hobbykoch punkten!

Bist du neugierig geworden?

Hier ein paar Details zu uns

Gänseblümchen


Jedes Kind kennt mich.  Mein botanischer Name ist „Bellis perrenis-Schönheit“, ich finde ihn sehr hübsch. Ich blühe fast das ganze Jahr über frisch und froh vor mich hin. In milden Wintern könntest du mich ganzjährig ernten, wenn du mich nicht übersehen würdest. Denn so richtig auffallend werde ich erst, wenn du mit einem Fuß auf 5 meiner Blütenköpfe treten kannst. Bitte mach das jetzt nicht, obwohl, ich richte mich danach gleich wieder auf, denn ich bin ein zähes Blumengeschöpf. Meine Blütenfarbe ist weiß, manchmal bin ich zart rosa errötet, dann falle ich etwas mehr auf.

Mein besonderer Tipp: Du kannst mich im Schatten unter Wenden trocknen und mich so ganzjährig auch als Tee genießen.

Löwenzahn



Meine Blätter schauen aus wie die Zähne der Löwen und kein Blatt gleicht dem anderen. Warum ich bei Gärtnern so verhasst bin, verstehe ich nicht. Alles an mir ist essbar, von der Wurzel bis zur Blüte – und ausgesprochen gesund. Mir sagt man eine gute leberreinigende Wirkung nach. Aber darum geht es jetzt nicht. Ich habe sehr intensiv gelbe Blüten, die Farbe in deine Mahlzeiten bringen. Sie leuchten so schön wie die Sonne. Das tut gut nach langen Wintertagen. Meine Blütenblätter kannst du locker flockig runterzupfen und in dein Essen streuen.

Mein besonderer Tipp: auch meine Knospen kannst du gut verwenden. In Essig eingelegt sind sie ein guter Kapernersatz.

Bärlauch

 

… auch meine Blätter sind derzeit hipp. Man verkauft sie sogar im Supermarkt! So weit hat es der Löwenzahn noch nicht geschafft! Das ist eine gute Alternative für Leute, die sich nicht mit mir beschäftigen wollen oder Angst haben, mich mit den hochgiftigen Artgenossen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose zu verwechseln. Ich sage dir, sobald meine Blüten erscheinen, wirst du sie nicht mehr verwechseln! Darum rate ich den Angsthasen, mich etwas näher zu studieren und sich an meiner Blütenform zu orientieren. Auch meine Blüten haben einen knoblauchartigen Geschmack. Du findest mich ausreichend in den Wäldern, dort bedecke ich ganze Landstriche. Nach meinem großen Auftritt – je nach Wetterlage ungefähr Ende Mai – bin ich wie vom Erdboden verschwunden und sammle Kraft für mein nächstes Jahr.

Mein besonderer Tipp: Ich schmecke ausgezeichnet in herzhaften Aufstrichen. Für Torten bin ich nicht so sehr geeignet.

 

Gundermann



Gundelrebe werde ich mancherorts genannt.  Meine rosa bis lila Blüten und meine zarten Blätter sind essbar. Ich sorge für intensiven Geschmack, vor allem wenn du die Blätter verwendest. Daher sei sparsam mit meinen Blättern! Meine Blüten kannst du zahlreicher verwenden.

Wenn du einen Garten hast, wachse ich höchstwahrscheinlich in deiner Wiese. Sonst kannst du mich oft finden, denn ich verbreite mich sehr rasch mit Wurzeln, die an der Erdoberfläche entlanglaufen und dann verkeile ich mich ein Stück weiter wieder mit ein paar tieferen Wurzeln. Auch die Gartencenter haben mich entdeckt und verkaufen mich als Zuchtform in Töpfen. Ha, dass ich nicht lache! Du bist schlauer und sparst dir das Geld, denn ich bin sicher ganz in deiner Nähe und das gratis.

Mein besonderer Tipp: Meine Blätter  überzogen mit Schokoladenguss, mmmmhh – lecker. Wie du das machst, findest du weiter unten.

Veilchen



Ich dufte besonders intensiv. Naja, nicht jedes Veilchen riecht, das gebe ich zu. Denn mich gibt es in zwei bekannten Arten. Duftend und nicht duftend. Duftend heiße ich botanisch „Viola odorata“. Der Name lässt schon das Wasser im Mund zusammen laufen. Ohne Geruch heiße ich Hundsveilchen. Klar, habe ich da auch einen botanischen Namen, aber der ist nicht so interessant. Meine lila Blüten sind von beiden Arten essbar, keine Sorge.

Mein besonderer Tipp: Kandiert bin ich lange haltbar, wenn ich in einem Glas- oder Keramikgefäß auf Verwendung warte. In Schokoglasur bin ich auch ein Hit.

 

So, jetzt hast du erstmal alle Infos über uns.

Jetzt staune, wie vielseitig du uns nutzen kannst

  • Im Salat steck ich gern:

    Unsere Blütenköpfe peppen jeden Salat auf. Wasche vorsichtig unsere Blütenköpfe, tropfe sie dann gründlich ab und dann kannst du uns so wie wir sind – oder zerrupft – in den Salat geben. Ein paar von uns mögen keck als essbare Dekoration verwendet werden. Das schaut lustig aus, wenn ein paar Blüten vorwitzig über den Salat zu schweben scheinen. Bärlauch ist da gut geeignet, der Stiel hält einiges aus und steht auch noch nach Minuten noch fest im Salat, wenn er beispielsweise in eine Kartoffel gesteckt wird.

  • In der Suppe schwimm ich rum:

    Auch da sind wir uns einig, nur mitkochen in der Suppe, das wollen wir nicht. Du gehst am besten genauso vor wie beim Salat mit der Vorbereitung von Waschen und Abtropfen. Und dann legst du uns einfach in die fertige Suppe.

  • In der Mitte fühle ich mich wohl:

    Wir bilden gerne die Mitte eines Gelees und überraschen deine Essensgäste. Wähle sorgfältig die zu uns passende Basis für das Gelee. Da stehen dir unzählige Möglichkeiten offen von Apfelsaft bis Orangensaft, auch alkoholische Getränke wie Wein können eine gute Grundlage sein. Dazu brauchst du noch Gelierzucker oder Gelatine – Agar-Agar als vegetarische Alternative. Bei der Geleeherstellung gehst du am besten nach Packungsanleitung vor, das ist verschieden. Dann gibst du etwas Gelee in ein Gefäß, eine unserer Blüten in die Mitte und dann abdecken mit Gelee. Danach brauchst du nur Geduld, bis das Gelee erkaltet und fest ist. Guten Genuss mit Augenschmaus wünschen wir!

  • Am Rande lieg ich gut:

    Die Tellerrände verzieren wir dir märchenhaft. Wähle aus unserem Angebot nach Farbe des Tellers. Ein weißer Teller und eine weiße Blüte ist fad, aber wir bieten dir ja auch lila und gelb und vielleicht hast du bunte Teller.

  • Auch auf der Torte mach ich eine gute Figur:

    Ui, da wird es jetzt vielfältig …
    Veilchen und Gundermann mögen Kandieren und Torte verzieren: Waschen und Abtropfen ist selbstverständlich davor, dann brauchst du schaumigen Eischnee. Pass auf, dass er nicht zu fest ist. Als nächstes tunkst du die Blütenblätter in den Eischnee und legst sie auf ein Butterbrotpapier, auf das du vorher feinen Puderzucker gestreut hast. Nochmal Zucker drüber, damit die Blüten auch von der anderen Seite bedeckt sind und ab in den lauwarmen Backofen. Dort trockne uns mit dem Zucker.
    Gundermannblätter und Veilchenblüten schmecken spitze im Schokoladenguss: Du schmilzt Kuvertüre im Wasserbad. Gehe bitte nach Anleitung auf der Kuvertüre vor. Dann brauchst du ein Backblech und ein Butterbrotpapier, legst die Blüten oder Blätter auf das Papier und bestreichst sie mit Schokoladenguss. Abwarten und Tee trinken – vielleicht ein Tässchen Gänseblümchentee?
    In lustige Formen gelegt verzieren wir unter Tortengelee auch jede Torte. Du kannst mit unseren Blüten richtig „malen“. Lege sie zu Gesichtern, in Mustern, ganz nach Geschmack. OK, vielleicht nicht gerade Bärlauch, außer es ist eine herzhafte Gemüsetorte.

  • Vermischt gebe ich Farbe und Geschmack:

    Nicht zuletzt – Aufstriche. Auch eine vielfältige Welt. Naja, aber da brauchst du keine Anleitung. Nimm das, was du normalerweise für Aufstriche nimmst – süß oder pikant – und verwende uns als Farbtupfer, Geschmack (Bärlauch), Duft (Veilchen), oder einfach Dekoration, die in die Höhe steht.


Zum Schluss noch ein paar Grundregeln zum Sammeln!

Wir bitten dich, uns zu verwenden, aber gleichzeitig auch, dich an ein paar Regeln zu halten:

  • Reiße uns bitte nicht mit der Wurzel aus! Wir wollen weiter wachsen können. Außerdem kannst du dir dann immer wieder Nachschub holen.
  • Verwende nicht alle von uns, lass immer welche stehen. Auch Bienen brauchen Nahrung.
    Sammle uns nur dort, wo wir in größerer Anzahl vorkommen, nicht wo einzelne von uns stehen.
  • Lass bitte die Hände weg, wenn wir am Rande eines chemisch gedüngten Feldes stehen.
    Sag auch „Nein danke“ am Rande eines Hundespazierweges. Mach lieber ein paar Schritte mehr und sammle weiter weg davon.
  • Schau zuerst im eigenen Garten, wir suchen deine Nähe. … und weil wir gerade dabei sind: Wir bitten dich, deinen Garten biologisch zu bewirtschaften.

Wir wünschen dir eine farbenfrohe, duftende und bunte Frühjahrsmahlzeit!

Dein 5-er Gespann

 

Auf in ein „buntleben“!

Herzliche Grüße

Sylvia Wonisch

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